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Leistungen

Bauen

Was n√ľtzt der sch√∂nste Bauplatz ohne Baurecht?
Es gibt Baupl√§tze, die m√ľssen es erst noch werden. Indem sie n√§mlich aus einem gro√üen Grundst√ľck herausgemessen werden. Welche amtliche Stelle daf√ľr zust√§ndig ist, kann Ihnen Ihr Notar sagen. Trotzdem k√∂nnen Sie schon vor dem Vermessen einen Kaufvertrag beim Notar abschlie√üen. In diesem Fall m√ľssen Sie dann sp√§ter lediglich noch einen Nachtrag bei ihm unterzeichnen. N√§mlich die so genannte Messungsanerkennung. Doch was n√ľtzt Ihnen der sch√∂nste Bauplatz, wenn Sie ihn nicht erschlie√üen k√∂nnen? Oder wenn Sie kein Baurecht daf√ľr haben?

Deshalb sollten Sie rechtzeitig bei der Gemeinde nachfragen, wie‚Äôs mit beidem steht. Schlie√ülich sollten Sie noch wissen, ob und in welcher H√∂he Erschlie√üungskosten auf Sie zukommen. Bleibt noch zu kl√§ren, ob Sie Leitungen f√ľr Wasser, Strom oder anderes √ľber ein Nachbargrundst√ľck legen m√ľssen. Dann brauchen Sie daf√ľr von Ihrem Nachbarn ein so genanntes Leitungsrecht. Und das muss ins Grundbuch eingetragen werden. Genau wie das so genannte Geh- und Fahrtrecht. F√ľr den Fall, dass Sie nur √ľber ein Nachbargrundst√ľck zu Ihrem Gel√§nde kommen k√∂nnen. Die Eintragung ins Grundbuch regelt √ľbrigens Ihr Notar f√ľr Sie. Mit Ihrem Nachbarn sollten Sie sich allerdings schon selbst einigen. Um des lieben Friedens willen am besten gleich im Vorfeld.

Was noch vor dem Bauen kommt: Vorbauen.
Wer baut, braucht gute Nerven. Vor allem, wenn er auch der Bauherr ist. Weil er dann alles selbst organisieren muss: Vom Grundst√ľckskauf bis hin zum Abschlie√üen der Vertr√§ge mit s√§mtlichen Handwerkern. Sie k√∂nnen allerdings auch das Objekt samt Grundst√ľck von einem Bautr√§ger kaufen. Dann kommt alles aus einer Hand. In diesem Fall ist in dem Kaufvertrag, den Sie abschlie√üen, auch gleich der Bauvertrag mit drin. Weil die Kombination von Bauvertrag und Grundst√ľckskauf eine knifflige Angelegenheit ist, sieht der Gesetzgeber vor, dass dieser so genannte Bautr√§gervertrag komplett notariell beurkundet wird. √úbrigens in vielen F√§llen auch dann, wenn Grundst√ľck und Bauleistung aus unterschiedlichen H√§nden kommen.

Zudem h√§lt das Gesetz f√ľr den Bautr√§gervertrag einige Vorschriften zu Ihrem Schutz bereit. Die sind besonders dann wichtig, wenn das Geb√§ude noch gar nicht fertig gestellt ist. Was es sonst noch zu beachten gibt, sagt Ihnen Ihr Notar. Immerhin ist der Bauvertrag das A und O jedes Vorhabens. Darin sollten Sie n√§mlich genau festlegen, wie der Bau errichtet wird. Und zwar anhand einer Baubeschreibung und der Pl√§ne. Damit geregelt ist, welche Leistung Sie am Ende f√ľr Ihr Geld bekommen. Sonderw√ľnsche, die √ľber die geplanten Leistungen hinausgehen, nat√ľrlich inbegriffen. All das sollten Sie unbedingt schon vor der Beurkundung mit dem Bautr√§ger oder anderen Fachleuten abkl√§ren. Genau wie die technischen Fragen, also etwa W√§rmeisolierungen, Material oder Armaturen. Damit Sie wissen, was Sie in Ihren Vertrag mit aufnehmen m√ľssen. Wie man das dann richtig formuliert, wei√ü Ihr Notar am besten.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte den Notar.
Vertrag sch√∂n und gut. Vor manchen T√ľcken kann Sie selbst der Notar nicht bewahren. Wenn Ihr Vertragspartner sich nicht an die Spielregeln h√§lt, haben Sie nat√ľrlich den √Ąrger am Hals. Vor allem dann, wenn der Bau sich verz√∂gert. Oder wenn der Unternehmer zahlungsunf√§hig wird. Dann haben Sie als K√§ufer eventuell noch hohe Belastungen. Es empfiehlt sich also in jedem Fall nachzuforschen, wie gut Ihr Vertragspartner ist. Und: Ob das Objekt seinen Preis √ľberhaupt wert ist. Auch wenn Sie es als Kapitalanlage sehen, nehmen Sie es unter die Lupe. Selbst wenn es Ihnen als noch so lukrativ angepriesen wird. Ein paar Objekte, die Sie sich als Referenz zeigen lassen, k√∂nnen hier schon viel aussagen.

Ihre Kalkulation sollte √ľbrigens immer auch den m√∂glichen Mietausfall ber√ľcksichtigen. Gibt man Ihnen gar eine Mietgarantie, dann muss die unbedingt mit beurkundet werden, damit sie √ľberhaupt g√ľltig ist. Nicht zuletzt wird Ihnen Ihr Notar auch empfehlen, einen genauen Termin f√ľr die Bezugsfertigstellung Ihres Hauses zu vereinbaren. Welche Abmachungen sonst noch sinnvoll sind, besprechen Sie am besten mit ihm.

Verträge, Verbraucherschutz eingebaut.
Wer als Verbraucher gesch√ľtzt sein will, sollte seine Rechte schwarz auf wei√ü haben. Daf√ľr sorgt Ihr Notar. Ganz besonders beim Bautr√§gervertrag. Weil er am besten √ľberschauen kann, ob ein Vertrag den gesetzlichen Vorschriften auch tats√§chlich entspricht. Die wichtigsten seien hier in aller K√ľrze genannt: Ohne Sicherheiten brauchen Sie als K√§ufer keine Zahlungen zu leisten. Auch darf der Kaufpreis nur in Raten bezahlt werden. Und zwar je nach Baufortschritt. Dann gibt es da noch die Haftung bei Sachm√§ngeln. Hier sind Einschr√§nkungen kaum m√∂glich. Mit anderen Worten: Sie m√ľssen Ihr Objekt nicht so nehmen, wie es Ihnen der Unternehmer vorsetzt. Mal angenommen, es entspricht nicht den Vereinbarungen. Eine Regelung, die Sie von Belastungen aus der Finanzierung des Bautr√§gers befreit, ist √ľbrigens ebenfalls vorgeschrieben. Denn, wenn der etwa einen Kredit auf das Grundst√ľck aufnimmt, sollen Sie nicht f√ľr seine Schulden geradestehen m√ľssen.Verbraucherschutz hei√üt f√ľr uns aber auch, dass Sie genug Zeit haben, sich mit dem Vertrag auseinander zu setzen. Zum Beispiel, indem Sie schon vorab einen Vertragsentwurf bekommen. Beim Kauf vom Unternehmer mindestens zwei¬†Wochen vorher. Und vor allem: Dass Sie und Ihr Vertragspartner ‚Äď oder ein kompetenter Vertreter ‚Äď gemeinsam beim Notar sind.¬†Das alles muss nicht teuer sein. Hat das angestrebte Objekt einen Wert von 150.000 ‚ā¨, dann kostet Sie die juristisch wasserdichte Beurkundung etwa 900 ‚ā¨. Beratung, Verbraucherschutz, Papierkram und ruhige N√§chte inklusive. √úber den Bautr√§gervertrag k√∂nnen Sie sich auch in unserem Bautr√§germerkblatt informieren.



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